02. Mai - Stammtisch "Grenzsteine - schützenswerte Kulturdenkmale"

Grenzsteine – schützenswerte Kulturdenkmäler „Steine zum Reden gebracht“, hätte man Heidrun Lichners Vortrag beim gut besuchten Maistammtisch des Zabergäuvereins im „Ochsen“ in Güglingen-Frauenzimmern überschreiben können. „Grenzbetrachtungen der Grenze zwischen Baden, Württemberg und Hessen (insbesondere zwischen Ochsenburg und Kürnbach), anlässlich des Jubiläums 60 Jahre Baden- Württemberg“, lautete der offizielle Titel. Mit Redewendungen zum Wort „Grenze“ leitete die Referentin ihre lebendige Power –Point- Präsentation ein und zeigte dann das Bild eines Dreiländersteins mit den Zeichen KW I H B. Königreich Württemberg, Hessen und Baden stießen beim Kondominat Kürnbach zusammen. Dass es früher Streit zwischen den Herrschaften der einzelnen Länder gab etwa um Jagdrechte, wundert uns nicht. Weiter findet man allein im Oberen Zabergäu 7 Dreimärker, Grenzsteine, an denen 3 Ortsmarkungen zusammenstießen. Buchstaben, Nummern, Wappen sind in unterschiedlicher Art in die Steine eingemeißelt oder erhaben herausgearbeitet. Eine Krinne, Scharte oder Weisung zeigt die Richtung des Grenzverlaufs an. Der Einsatz von schweren Maschinen beim Forst, Zeitgenossen, die für ihre Vorgärten alte Grenzsteine ausgraben oder einfach der Zahn der Zeit, der an den Steinen nagt, tragen dazu bei, dass die besonderen Kulturdenkmäler teilweise zerstört werden oder ganz von ihrem ursprünglichen Standort verschwinden. Mögen lebendige Vorträge wie der von Heidrun Lichner uns den Blick schärfen für unwiederbringliche steinerne Zeitzeugen. sz