AKTUELL

„Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland“

Güglinger Mithräumsfunde in großer Sonderausstellung in Berlin unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zu sehen.
In einer Sonderausstellung werden zurzeit die spektakulärsten Funde der Nachkriegsarchäologie aus Deutschland - von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert - präsentiert. Rund 80 Exponate alleine aus dem Güglinger Römermuseum sind dort vorübergehend als Leihgaben neben anderen großen Highlights zu sehen und unterstreichen  die Wichtigkeit und Einmaligkeit der Güglinger Funde.
Wir möchten der interessierten Bevölkerung unserer Region Gelegenheit geben,  diese Ausstellung zu besuchen, und bieten wie folgt an:
Busfahrt im modernen Reisebus der Firma Stuber Reisen GmbH,  2 Übernachtungen mit Frühstück, geführte Stadtrundfahrt und die übliche Kurtaxe zum Vorzugspreis von 229,00 € pro Person im Doppelzimmer; Einzelzimmerzuschlag 70,00 €. Im Preis nicht enthalten ist der Eintritt in die Sonderausstellung im Martin-Gropius-Bau und eine eventuelle Führung.
Abreise:             Freitag, den 07.12.2018
Rückreise:         Sonntag, den 09.12.2018
Mindestteilnehmerzahl: 25 Personen
Weitere Informationen und Anmeldung bis 26.11.2018 bei Frau Wiltraut Müller, Telefon 07135 / 5193 oder Herrn Ulrich Peter, Telefon mit AB 07135 / 12089.

Vorankündigung

Verein für Heimatgeschichte Sachsenheim e.V.

Sonntag, 21. Juli 2019, 16:30 Uhr an der Staufer-Stele in Güglingen, Marktstr.27

Besichtigung der Staufer-Stele und anschließender Vortrag in der Herzogskelter:
"Die Geschichte der Staufer und die Staufer-Stele in Güglingen"
Referenten: Walter Ziegler, Gesellschaft für staufische Geschichte e.V. Göppingen, und Stefan Weber, Leiter der IG Burg Blankenhorn

Erinnerung an die Gründung vor 225 Jahren

Am 22.10.2013 konnten wir in der Bietigheimer Zeitung folgendes lesen:

Rund 50 Mitglieder und Freunde konnte der Vorsitzende des Zabergäuvereins, Uli Peter, an dem Ort begrüßen, wo ab 11. Juli 1788 "einiger Adel und Honoratioren der umherliegenden Städtchen und anderer Orte" an Sonn- und Feiertagen zusammenkamen. Revolutionär war: "Die Gesellschaft ist für Jedermann, Herrn und Frauenzimmer, offen." (Schwäbische Chronik von 1788). Vormittags führten Bürgermeister Rainer Schäuffele und Siegfried Bähr von den "Schwarzen Jägern 1799" die interessierten Besucher durch Erligheim, den ursprünglich von Landwirtschaft und Weinbau geprägten Ort. Heute zählt die Gemeinde 2.750 Einwohner mit Handwerks- und Industriebetrieben und einer guten Grundausstattung öffentlicher Einrichtungen. "Besonders hervorzuheben ist das einmalige städtebauliche Ensemble Bürgerhaus Vordere Kelter, Evangelische Johanneskirche und Altes Rathaus mit angebautem Backhaus, alles unter Denkmalschutz stehend." Geschichtlich bedeutend ist unter anderem, dass 1785 die kurmainzischen Besitzungen Bönnigheim, Erligheim und Neu-Cleebronn an Württemberg verkauft wurden. Die Gründung der "Öffentlichen Gesellschaft zu Erligheim", die bald danach "Zabergäugellschaft" genannt wurde, sollte die alt- und neuwürttembergischen Orte näher zusammenbringen. Der genannte geschichtliche Akt wurde am Nachmittag szenisch dargestellt. Kurt Sartorius hat den Wirt Scheuerlen vom Grünen Baum, die Oberamtmänner Braun aus Güglingen und Neef aus Brackenheim, den Stadtschreiber Sußdorf aus Bönnigheim und den Gutsbesitzer Gaum vom Katharienplaisir aus dem Jahre 1788 wieder auferstehen lassen und in lebhafte Diskussionen verstrickt: "Gut gefahren sind wir mit dem Graf Stadion von Mainz, bloß isch er katholisch gwese und hat wieder dkatholisch Kirch auf em Michaelsberg eingführt." Händel zwischen Katholischen und Evangelischen hat es damals öfter gegeben. Doch übereinstimmend lobten alle bei der Gründung der "Zabergäugesellschaft", dass nun die vielen Schlagbäume gefallen seien. Für Bönnigheim und Erligheim waren Meimsheim, Löchgau, Brackenheim und andere Orte nicht mehr Ausland. Von Neu- nach Altcleebronn konnte man ohne Zollschranken überwechseln. Beim dritten Programmpunkt für die besondere Jubiläumsfeier hat Dr. Lioba Keller-Drescher vom Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft, Tübingen, in ihrem Festvortrag "Bürger, Pfarrer und Gelehrte, Region und Wissen im 19.Jahrhundert - zur Geschichte regionaler historischer und heimatkundlicher Vereine in Württemberg" fundiert Zusammenhänge aufgezeigt. Für sie erwächst aus der zunehmenden Weltkenntnis im 19. Jahrhundert der Rückblick auf die Region. Der Aufruf zur Erforschung der Heimat mündete nicht selten im Lob der Heimat. Naturerforschung und Geselligkeit kamen hinzu. Versammlungen waren erstmals zugelassen. 1841 als der Theologe, Wissenschaftler und Heimatforscher Karl Klunzinger, Stadtpfarrer in Güglingen, 1841 den "Altertumsverein" im Zabergäu gründete, war dies eine Hinwendung zur geschichtsträchtigen Region. Man war schon wer, ehe Stuttgart da war. Mit August Holder, wieder aus Erligheim, schließt sich der Kreis mit der Idee des Regionalen. Er wurde 1899 Mitbegründer des Zabergäuvereins und bald Schriftleiter der "Vierteljahreshefte" des Zabergäuvereins, heute "Zeitschrift des Zabergäuvereins".